SARA – 1. Platz FFC 2019

Wer sich verschiedenste Kunstwerke in die eigenen vier Wände hängen möchte, braucht künftig nur noch eines: SARA – einen digitalen Bilderrahmen, der Kunstwerke mittels Artificial Intelligence in täuschend echter Optik anzeigen kann.

SARA

Weltweit werden Gemälde zu Rekordpreisen versteigert, sie zu kaufen, können sich nur die wenigsten leisten. Dank SARA ist es Kunstliebhabern in Zukunft möglich, eine gesamte Kunstausstellung in die eigenen vier Wände zu hängen. SARA ist ein digitaler Bilderrahmen, der Kunstwerke mittels Artificial Intelligence in täuschend echter Optik anzeigen kann.

Der Rudolf Sallinger Fonds hat mit Matthias Hausberger von SARA gesprochen, um herauszufinden, wie sich die Geschäftsidee seit der FFC 2019 weiterentwickelt hat:

 

Im vergangenen Jahr hat SARA den ersten Platz bei der FFC belegt. Wie hat sich SARA seither weiterentwickelt?
Matthias Hausberger: Seit der Future Founders Challenge haben wir laufend an unserer Idee weitergearbeitet.
Wir haben uns bei aws First beworben, es auch in die TOP 10 geschafft und damit finanzielle Unterstützung bekommen. Jetzt sind wir dabei, den nächsten Prototypen zu bauen, sowie SARA online auszuprobieren und damit auch objektiveres Feedback zu erhalten.

Im Juli werden wir fürs Prototyping finanzielle Unterstützung vom aws erhalten, es wird aber sicherlich noch weitere Fördermittel brauchen.

 

Was sind die Besonderheiten von SARA im Vergleich zu anderen digitalen Bilderrahmen?

1. Wir versuchen mit SARA Kunst so echt darzustellen, wie sie ist. Wenn jemand nicht weiß, dass es sich um einen SARA-Rahmen handelt, würde man es auch nicht bemerken.

2. Durch die künstliche Intelligenz, die wir im Hintergrund laufen haben, kann eine unlimitierte Anzahl an neuer Kunst erschaffen werden, ohne, dass man als Käufer viel Geld für mehrere Kunstwerke ausgeben muss.

3. Wir arbeiten mit Künstlern zusammen, damit man auch die Geschichte hinter den Bildern kennenlernt. Das gibt es in dieser Art noch nicht und ist mit Sicherheit ein aufblühender Markt.

 

Wie funktioniert die Technologie von SARA?

Ziel von SARA ist es, ein Bild möglichst genau nachzustellen. Dafür verwenden wir eine Technologie, die nicht viel Licht ausstrahlt und Tinte zwischen den Pixeln hin und her spritzt. Diese Technologie nennt sich e-ink-Technologie, sie wird unter anderem in e-Readern verwendet. Mittels AI werden verschiedenste Bilder generiert, die je nach Stil-Präferenz des Käufers ausgesucht werden können.

SARA braucht weniger Energie als herkömmliche digitale Bilderrahmen und kann ohne Stromanschluss betrieben werden, den Rahmen alle paar Monate kurz aufzuladen, reicht vollkommen aus. Unser Gemälderahmen soll in zwei unterschiedlichen Größen erhältlich sein (13 Zoll und 30 Zoll, beide im 16:9 Format).

 

Welche Art von Bildern können angezeigt werden?

Wir haben uns noch nicht komplett festgelegt, wollen den Fokus aber ganz klar auf Kunst legen und den Rahmen nicht als „klassischen“ Bilderrahmen für Familienfotos verkaufen. Wir versuchen, eine möglichst große Palette an Kunststilen nachzuahmen und mit echten Künstlern zusammenzuarbeiten, um auch wirklich echte Bilder anzeigen zu können.

 

Welche unternehmerischen Ziele habt ihr euch für 2020 gesetzt?

Wie bei fast jedem Start Up haben sich unsere Pläne ein wenig verzögert. Im letzten Jahr haben wir geplant, 2020 erste Produkte herauszubringen – das ist allerdings schwieriger als gedacht. Wir sind aber auf einem guten Weg und ich kann mir vorstellen, dass wir spätestens 2021 erste Produkte verkaufen werden.

Heuer möchten wir jedenfalls noch unseren Prototypen verbessern und den Markt so erforschen, dass wir am Ende ganz genau sagen können, wie die Zukunft von SARA aussieht.

 

Worauf muss man eurer Meinung nach bei der Entwicklung eines technischen Produkts wie SARA besonders achten? Welche Tipps könnt ihr der nächsten Generation Future Founders mit auf den Weg geben?

Das Wichtigste ist mit Sicherheit, dass man nichts unterschätzen darf. Es gibt riesige Unterschiede in der Herstellung von Prototypen – das ist meistens viel teurer, als man sich das anfangs vorstellt. Außerdem braucht es lange, den richtigen Hersteller zu finden – wir sind auch gerade auf der Suche. Es ist wirklich schwierig zu verhandeln und Preise herauszufinden, wenn man kein etabliertes Unternehmen ist. Wenn man ein Netzwerk an Leuten hat, die sich auskennen, ist das sicherlich hilfreich.

Eine „klassische“ Empfehlung: man sollte auch außerhalb des Familien- und Freundeskreises herausfinden, ob die eigene Idee Anklang findet. SARA ist damals im Rahmen eines Uni-Kurses entstanden, ich selbst war mit überhaupt nicht sicher, ob das etwas werden kann. Die Future Founders Challenge hat uns gezeigt, dass auch andere an unsere Idee glauben – teilzunehmen, hat sich für uns also mehr als nur ausgezahlt.

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