Albuplatin by P4 Therapeutics

Universität Wien & Medizinische Universität Wien

Dr. Nadine S. Sommerfeld / Assoc. Prof. Dr. Petra Heffeter / Regina Weinmüllner, PhD

Die Entwicklung platinhaltiger Medikamente stellte einen Meilenstein in der Erforschung neuer Krebstherapeutika dar. Allerdings ist die Therapie mit diesen Medikamenten durch das Auftreten starker Nebenwirkungen und die Entstehung von Chemotherapie-Resistenz limitiert. Albuplatin ist ein neues, tumorspezifisches Platin-Krebstherapeutikum. Es handelt sich hierbei um eine sogenannte „Prodrug“, welche die aktive Verbindung in ungiftiger Form beinhaltet und gezielt an das Plasmaprotein Albumin im Blut des Patienten bindet. Anschließend wird Albuplatin durch die erhöhte Albuminaufnahme von Krebszellen gezielt im Tumorgewebe angereichert und dort selektiv zum aktiven Therapeutikum umgewandelt. P4 Therapeutics, ein Spin-off der Universität Wien und der Medizinischen Universität arbeitet derzeit gemeinsam mit einem Partner aus der Pharmaindustrie daran die bereits weit fortgeschrittenen präklinischen Untersuchungen abzuschließen und in Folge die erste klinische Studie von Albuplatin erfolgreich durchzuführen.

CarboFeed

Universität für Bodenkultur Wien

DI Dr. Michael Egermeier / DI PhD Thomas Gaßler / Prof. DI Dr. Diethard Mattanovich / Ass.-Prof. DI Dr. Matthias Steiger

Die große Herausforderung des aktuellen Jahrhunderts besteht darin, die globale Ernährungssicherheit zu gewährleisten und dabei gleichzeitig den CO2 Ausstoß nachhaltig zu verringern, um eine weitere Veränderung des Erdklimas einzudämmen. Durch den kontinuierlich steigenden Fleischkonsum in der Welt steigt außerdem der Druck auf landwirtschaftlich genutzte Flächen und führt zu immer verheerenderen Waldrodungen. Unser Ziel als CarboFeed ist es, CO2 als Rohstoffquelle nachhaltig nutzbar zu machen und durch diese kommerzielle Lösung die CO2 Verwertung zu attraktiveren. Mit einer neuartigen Hefe wird Hefebiomasse aus den Substraten CO2 und Biomethanol klimaschonend hergestellt. Diese proteinreiche Hefebiomasse kann als hochwertiger Tierfutterzusatz eingesetzt werden, ohne dabei Agrarflächen zu verbrauchen. Durch die Entkoppelung der Futtermittelwirtschaft von Sojaimporten aus Übersee, erhöht CarboFeed die Versorgungssicherheit mit proteinreichen Futtermittelzusätzen auf nachhaltige und klimaschonende Art und Weise.

debubbling by usePAT

Technische Universität Wien

Dr. Stefan Radel / Mag. Georg Heinz / Dr. Christoph Gasser / Stefan Tauber

sonicbubble by usePAT zielt darauf ab, Messungen in industriellen Flüssigkeiten zu verbessern. Störende Luftbläschen werden vom Messpunkt ferngehalten, Messungen direkt im Prozess werden möglich. In Folge stehen verlässliche Echtzeitdaten zur Verfügung und Fehlentwicklungen des Prozesses kann unmittelbar gegengesteuert werden.

Die Zielgruppe sind produzierende Unternehmen in unterschiedlichen Industrien wie der Chemischer Produktion, Food & Beverages, Pharma, Biotech & Konsumgüterproduktion. Intensive Gespräche mit potenziellen Kunden laufen und ein Pilotprojekt ist für das Frühjahr 2020 geplant.

Der Technologie von usePAT liegt eine Forschung hinsichtlich der Manipulation von Teilchen in Flüssigkeiten zu Grunde. Die Forschungsleistung wurde im interdisziplinären Bereich zwischen angewandter Physik und chemischer Analytik an der TU Wien erbracht. Das usePAT Team ist sehr stark interdisziplinär ausgerichtet, sodass sonicbubble eigenständig zur Marktreife gebracht werden kann.

Eine Humanmaterial-basierte Plattform Technologie für die Zellkultur-Forschung

Universität für Bodenkultur Wien

Dr. Johannes Hackethal, MSc, BSc

“3R-Reduce, Refine and Replace animal materials in science!“ sagt eigentlich schon alles: wir, TheHumanTouch – extracellular Platform Technology (ein Spin-Off des LBI Trauma), haben dazu ein nicht-zelluläres Biomaterial aus der menschlichen Plazenta hergestellt, um es Zellkultur-Forschern, Firmen und später auch Arzneimittelherstellern als Alternative zu fragwürdigen Tiermaterial-basierten Produkten anbieten zu können (Produktname: humanes Plazentasubstrat; hpS).

Welches Problem kann hpS lösen und für wen?
hpS (bestehend aus vielen verschiedenen menschlichen extrazellulären-Matrix Proteinen, wie im Vorbild der Natur) könnte als Plattform Technologie der Zellkultur-Forschung bessere Qualität und Sicherheit bieten: humanmaterial-basierte Biomaterialien für viele 2D und 3D Zellkultur-Anwendungen. Für die Gesellschaft!

Endobentall

Medizinische Universität Wien

Dr. rer. nat. Benjamin Reutterer / Dr. Siegfried Einhellig / Dr. Katharina Kiss

P+F Cardiovascular entwickelt ein Endobentall System zur Behandlung einer Typ A Aortendissektion. Dieses Device integriert eine biologische Aortenklappe. Ziel der Entwicklung ist, nicht zuletzt durch die Verfügbarkeit eines Dry Pericardium Verfahrens, ein minimal invasives, off the shelf Klasse III Medizinprodukt verfügbar zu machen, das Ärztinnen und Ärzte zur unmittelbaren Behandlung einer solchen lebensbedrohlichen Kondition ermöglicht ohne räumliche Verfügbarkeit einer Gefäß- und Thoraxchirurgie. Die Möglichkeit für diese Entwicklung beruht auf der jahrelangen firmeninternen Forschung und Entwicklung einer biologischen Aortenklappe einerseits und dem Erfahrungsschatz in Forschung und Entwicklung von Stents und Gefäßprothesen durch die Historie der Gründerin und des Gründers.

FusariumPrevent by Nourivit Technologies GmbH

Universität für Bodenkultur Wien – IFA Tulln

DI Dr. Eva Harreither / DI Dr. Wolfgang Harreither / Lukas Lemmens, BSc / Ao. Univ. Prof. DI Dr. Marc Lemmens / Dr. Reza Omidvar MSc

Pilzkrankheiten verursachen in der Landwirtschaft enorme Ertragseinbußen und Qualitätsverluste. Das Erntegut ist zudem mit gesundheitsschädlichen Pilzgiften verseucht, was zu Folgeschäden in der Lebensmittel- und Futtermittelindustrie führt.
State of the Art in der Landwirtschaft ist der Einsatz von Fungiziden. Diese chemisch synthetische Mittel besitzen aber erhebliche Nebenwirkungen und stellen ein immer größer werdendes Problem für den Anwender und die Natur dar.
Mit Hilfe von natürlichen Mikroorganismen und Calcium Kationen wurde eine effiziente biologische Alternative entwickelt, welche die Pflanzen präventiv gegen Pilzkrankheiten stärkt. Im Unterschied zu chemisch synthetischen Fungiziden hinterlassen die entwickelten Produkte Valibiotics forte und Valibiotics Ca liquid nach der Anwendung keine toxikologisch relevanten Rückstände auf der Pflanze. Durch die Valibiotics Produkte kann der Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel deutlich reduziert werden.

Legendary Vish

Universität für Bodenkultur Wien & Universität Göteborg

Robin Simsa, MSc / Theresa Rothenbücher, MSc / Hakan Gürbüz, MSc

Das Projekt „Legendary Vish“ produziert nachhaltigen Fisch auf Pflanzenbasis mithilfe von 3D Druck. Die nachhaltigen Produkte erlauben umweltbewussten Konsumenten den Genuss von schmackhaftem, pflanzenbasiertem Fisch ohne die negativen Auswirkungen der industriellen Fischerei (Überfischung, Meeresverschmutzung). 3D Druck erlaubt die haarscharfe Replikation von texturiertem Fisch, wie z.B. Lachsfilets, welche in dieser Form bisher nicht im Handel erhältlich sind.

Die Idee zu diesem Projekt entwickelten 3 PhD Studenten im Rahmen eines europäischen Forschungsprojektes. Dabei wurden sowohl neue 3D Druckverfahren entwickelt, als auch neue Methoden um das Aussehen und die Konsistenz pflanzliche Fleischersatzprodukte an tierisches Fleisch anzupassen. Pflanzliche Fleischersatzprodukte erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit, was hohe zweistellige Wachstumszahlen in dieser Branche bezeugen.

NovoArc

Technische Universität Wien

Dr. Julian Quehenberger / Dr. David Wurm / Prof. Dr. Oliver Spadiut

Viele Wirkstoffe müssen derzeit über Spritzen verabreicht werden, da sie bei oraler Einnahme im Magen zersetzt werden. Zudem werden die Arzneimittel durch deren kurze Aufenthaltszeit im Darm nur teilweise vom Körper aufgenommen. Unsere Technologie hat das Potential, circa 20% aller Spritzen durch Tabletten zu ersetzen.
Ziel unseres zu gründenden Start-Ups ist die industrielle Produktion von stabilen Lipiden für die Herstellung magengängiger Transportvesikel als Schutzhülle für orale Pharmazeutika. Die Herstellung dieser Lipide, die derzeit nicht in ausreichender Menge und Qualität verfügbar sind, soll über einen Bioprozess mithilfe eines extremophilen Mikroorganismus erreicht werden. Wir beschäftigen uns seit über 4 Jahren intensiv mit der biotechnologischen Nutzung dieses Organismus und konnten so fundiertes Wissen im Bereich Fermentationstechnik sowie gezielter Steuerung der Lipidzusammensetzung generieren. Im Moment verpacken wir Wirkstoffe in gezielt hergestellte Lipidmischungen, um so die herausragenden Eigenschaften der hergestellten Transportvesikel in ex-vivo Studien zu bestätigen und haben bereits potentielle Kunden.

Purency

Technische Universität Wien

DI Benedikt Hufnagl / DI Michael Stibi / Ao.Univ.Prof. Mag.rer.nat. Dr.rer.nat. Johann Lohninger / Valerie Hengl, MSc / Aurelia Liechtenstein, BSc

Unter 100 μm gibt es kaum Wissen über Mikroplastikpartikel und ihre potentiellen Gefahren für die Gesundheit, Umwelt und Wirtschaft.

Für die Analyse von Mikroplastik stehen noch keine praxistauglichen Methoden zur Verfügung. Als Messtechnik beginnt sich FTIR-Imaging zu etablieren. Trotz der Leistungsfähigkeit der Methode stellen die enormen anfallenden Datenmengen eine Herausforderung dar.

Wir haben über mehrere Jahre ein tiefes Fachverständnis für die Datenanalyse von Mikroplastik erworben, und haben schnelle, präzise und robuste Algorithmen zur Detektion von Mikroplastik entwickelt. Diese erkennen Anzahl, Art und Größe der Partikel. Unser Machine Learning Modell verarbeitet enorme Datenvolumina (Bilder mit 1 Mio. Spektren und 5 GB) in weniger als 10 Minuten auf gewöhnlichen Office-PCs. Dabei werden mehr als 20 Polymerarten erkannt.

Damit ist die MP-Analyse skalierbar und der Wasser- und Lebensmittelindustrie wird Risikobewertung, Qualitätskontrolle und Vorbereitung auf erwartete Gesetzgebung ermöglicht.

Wir suchen nach Kooperationspartnern und Pilotprojekten!

Viwax - Heilwachs für die Biene

Karl Franzens Universität Graz

Mag. Dr. Ulrike Riessberger-Gallé / Dr. PD. Wolfgang Schühly / Dr. Javier Hernandez Lopez

Amerikanische Faulbrut (AFB) ist eine meldepflichtige, hochansteckende und weltweit verbreitete Bienenseuche, die die Brut eines Bienenvolkes vernichtet. In Europa müssen befallene Völker verbrannt werden, andernorts führen die eingesetzten Antibiotika zu großen Folgeproblemen. Auslöser hierfür ist ein sporenbildendes Bakterium, gegen das jedoch die erwachsenen Bienen aufgrund eines in ihrem Darm vorkommenden Stoffes immun sind. Hier setzt ein Behandlungskonzept an, das diesen Stoff via Eingießen in Wachs-Mittelwände für die Larven verfügbar macht.
Nach der gründlichen Beforschung dieses Naturstoffes und seiner Wirkung gegen Faulbrut wird die Methode, für die internationaler Patentschutz existiert, für eine Feldanwendung tauglich gemacht. Im Anschluss daran ist geplant, über ein Spin-off-Unternehmen dieses neuartige Behandlungskonzept zu vermarkten.