Archiv 2017

Diese 10 Teams werden am 29. Mai vor unserer Jury um den Gesamtsieg pitchen.

(in alphabetischer Reihenfolge)

"Data-Flag"

TU Wien

Mag. Andrea Gaal, PhD / Kurt Hornburg, MBA / Bartek Pukas, MSc

DataBot (AI-Verify) provides collaborated expert knowledge for legal issues. Companies and individuals are confronted with complex contracts and regulations in everyday life. Most of these contracts are lengthy and typically agreed upon without reading the carefully which can lead to problems in the future. We believer there are ways to apply machine learning to analyze complex documents, to make them easier to be understood and checked.

"cellVIEW"

TU Wien

DI Johannes Sorger / DI Dr. Peter Mindek / DI Tobias Klein / DI Dr. Barbora Kozlicová / DI Dr. Ivan Viola

cellVIEW ist eine Software, die es ihren Benutzern erlaubt, hoch detaillierte molekularbiologische 3D Modelle von Mikroorganismen wie Bakterien oder Viren in atomarer Auflösung darzustellen und interaktiv zu erforschen. Animation der Organismen und deren Lebensmaschinerie erlaubt eine intuitiv verständliche Darstellung, während Interaktion mit den molekularen Strukturen aktives Entdecken der biologischen Phänomene fördert. Möglich wird die interaktive Darstellung von Millionen von Atomen durch unsere langjährigen Forschungserfolge im Gebiet Echtzeitgraphik und Visualisierung, die wir in cellVIEW vereinen. Unsere Technologie ermöglicht es unseren Partnern aus renommierten Forschungseinrichtungen schon jetzt einerseits ihre wissenschaftlichen Entdeckungen voranzutreiben und andererseits einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Unsere potentiellen Kunden sind sowohl Forschungseinrichtungen, als auch Produzenten von „Edutainment“, wie interaktive Museumsinstallationen und „immersive 3D 360°“ Kinoerlebnisse.

"DeepBrainHD"

Karl-Franzens-Universität Graz

Univ.-Prof. Dipl-Math. Dr. Kristian Bredies / Ass.-Prof. DI Dr. Christian Langkammer

Basierend auf einer 2016 mit dem Human-Technology-Interface Forschungspreis des Landes Steiermark ausgezeichneten Arbeit, erlaubt unser Verfahren eine deutlich präzisere Elektrodenplatzierung für tiefe Hirnstimulation zur Behandlung von Parkinsonpatienten, als es mit zurzeit eingesetzten Techniken möglich ist. Der einmalige operative Eingriff vermindert das für Parkinson charakteristische Zittern substanziell, resultiert somit in einer ungemeinen Steigerung der Lebensqualität und reduziert zusätzlich die hohen Aufwendungen des Gesundheitssystems für Medikamente und stationäre Aufenthalte. Unser Verfahren kombiniert eine schnelle, effiziente Messung mittels Magnetresonanztomographie mit einer robusten mathematischen Rekonstruktion und erlaubt es, auf klinischen Scannern sehr hochaufgelöste Gehirndatensätze mit Auflösungen von kleiner als 500µm aufzunehmen. Dies ermöglicht zusätzlich zur präzisen Positionierung der Elektroden eine individuelle dreidimensionale Modellierung der elektromagnetischen Eigenschaften und damit eine personalisierte Elektrodenanregung, was den Erfolg des Eingriffes zusätzlich erhöht.

 

"Evologic Technologies"

BOKU Wien / TU Wien

DI Markus Brillmann / Wieland Reichelt, PhD

Im Rahmen eines Forschungsprojektes an der TUWien hat sich herausgestellt, dass der richtige Ernährungsplan Bakterien produktiver macht. Als Ernährungsberater für Mikroben wollen wir die entwickelte Technologie nun auf die Produktion von Pflanzenwurzeln übertragen. Mithilfe dieser Pflanzenwurzeln lassen sich symbiotische Pilze züchten die die Düngemitteleffizienz in der Landwirtschaft erhöhen. Bei erfolgreichem Technologietransfer von Mikroben auf Pflanzenwurzeln wird die Entwicklung auf Ihr Potential als Plattformtechnologie getestet. Bei Erfolg werden wir Prozessentwicklung als Serviceleistung für KMUs und Spinoffs/ StartUps anbieten. Denn mit dem passenden Diätplan produzieren die Organismen nicht nur schneller, sondern es lassen sich Bioprozesse auch systematischer und damit günstiger entwickeln und optimieren.

"Früherkennung von Therapieresistenzen beim Prostatakarzinom"

Medizinische Universität Graz

Amin El-Heliebi, PhD

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei österreichischen Männern mit mehr als 1100 Toten jährlich. Antihormontherapien sind anfangs erfolgreich, allerdings entwickeln viele Patienten eine Therapieresistenz. Ein neuer Biomarker kann Auskunft darüber geben, ob eine Resistenz auftritt und eine Änderung der Standard-Therapie notwendig wird. Die Schwierigkeit liegt darin, dass für die Detektion kontinuierlich Nadelbiopsien durchgeführt werden müssten, die allerdings invasiv und daher nicht zumutbar sind. Unsere Methode basiert darauf, diese invasiven Nadelbiopsien zu umgehen. Dazu isolieren wir Biomarker direkt aus dem Blut und suchen nach Resistenz verursachenden Veränderungen mit einer von uns entwickelten Methode, die auf kurzen DNA-Fragmenten basiert (Patent-PCT/EP2016/077068). Der klare Vorteil ist die Möglichkeit einer kontinuierlichen Verlaufskontrolle. Diese sind ähnlich einer simplen Blutabnahme. Dadurch kann frühzeitig auf aufkommende Resistenzen reagiert werden.

"HeartShield"

Austrian Research Institute for Artificial Intelligence

Tamas Madl, PhD / David Madl, MSc

In Österreich sterben 45% an Herz-Kreislauf-Erkrankungen – 80% der vorzeitigen Fälle wären vermeidbar. Trotzdem geht nur jeder Zehnte regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung. Verständlich: Injektionsnadeln und Warteräume machen keinen Spaß.
HeartShield ist ein Früherkennungs-App für jedes Handy, und erkennt Risikofaktoren rechtzeitig anhand der Herzaktivität mittels künstlicher Intelligenz. Wird ein Risiko erkannt, und rechtzeitig behandelt (durch Lebensstiländerungen oder Medikamente), kann ein großer Prozentsatz zukünftiger Herzinfarkte verhindert werden. Das führt zu mehr Lebensjahren mit höherer Lebensqualität, sowie für große Kostenersparnisse für Versicherungen und den Staat: 1.3 Milliarden Euro werden jährlich für eine vermeidbare Erkrankung ausgegeben.
Die künstliche Intelligenz hinter HeartShield ist ein technologischer Durchbruch, wurde in den größten wissenschaftlichen Konferenzen publiziert, und übersteigt die Risikoerkennungsgenauigkeit bei der Vorsorgeuntersuchung.

"iPrint - Implant Printing"

Medizinische Universität Graz

Univ.-Prof. Dr. Ute Schäfer / Univ.-Prof. Dr. Clemens Holzer / DI Stefan Hampel / DI Peter Freigassner / OA Dr. Gord von Campe / DI Matthias Katschnig / Dr. Alois Tax / Dr. Muamer Ücal

Die rasche Herstellung passgenauer Implantate mittels 3D-Druck während einer Operation zur Reparatur zerstörter Schädelknochen war bisher nicht möglich. Derzeit ist die Herstellung solcher Implantate mit immensem organisatorischem, zeitlichem und finanziellem Aufwand verbunden. Im Rahmen des Projekts iPRINT ist es einem interdisziplinären Team aus Technikern, Medizinern und Forschern gelungen, einen auf Schmelzschichtung (FFF) basierenden 3D-Drucker zu entwickeln, der aus medizinisch zugelassenen Hochleistungskunststoffen während einer Operation auf den Patienten zugeschnittene Implantate herstellen kann – basierend auf CT-Daten des jeweiligen Patienten. Dieser Drucker ist momentan vor allem für den Bereich Neurochirurgie interessant. Eine Kommerzialisierung ist jedoch auch für weitere medizinische Bereiche geplant (Orthopädie, Unfallchirurgie, Kieferchirurgie), da eine Weiterentwicklung des medizinischen 3D-Druckers – angepasst an unterschiedliche Bedürfnisse – jederzeit möglich ist.

"Novoflop 2 Market"

TU Wien

Dr. Thomas Windbacher / Dr. Alexander Makarov / O.Univ.Prof. DI Dr. Dr. Siegfried Selberherr

Der „ERC Proof of Concept Grant“ MOSILSPIN hat es uns ermöglicht, neuartige Bauelemente und Konzepte für die Datenspeicherung und Verarbeitung basierend auf dem Spin von Elektronen zu erforschen. Das dabei entstandene neuartige, nicht-flüchtige Speicherelement ermöglicht es nicht nur, die Packungsdichte bisheriger Schaltungen weiter zu erhöhen und deren Layouts zu vereinfachen, darüber hinaus erhöht es die Robustheit, Ausfallsicherheit und erlaubt verlustleistungsloses Standby-Betrieb. Das Bauteil ist patentiert und Prototypen werden mit Hilfe des ERC Proof of Concept Grant NOVOFLOP gefertigt. Wir sind davon überzeugt, dass jetzt der perfekte Zeitpunkt ist, unser Know How, Schutzrechte und Kontakte für ein Spin-Off zu nützen. Unser Unternehmen wird Dienstleistungen rund um unser spintronisches Flipflop anbieten. Beginnend mit der Analyse bestehender Technologien, über die Erstellung von Verbesserungs- und neuen Lösungsvorschlägen, bis hin zu auf unseren Flipflops basierenden maßgeschneiderten Kundenlösungen.

"sonic catch"

TU Wien

DI Dr. Stefan Radel / Stefan Tauber / Mag. Heinz Georg

sonic catch verbessert die Möglichkeit für Großindustrie Prozesse in real-time zu steuern, dadurch zu optimieren und in weiterer Folge Kosten zu sparen (Ressourcen, Wegfall von Fehlproduktionen,…). Unsere Kunden konnten bis dato Prozesse erst im Nachhinein betrachten, um zu versuchen, daraus Ableitungen für zukünftige Prozesse zu gewinnen – auch wenn sich die Umstände ggf. ändern und die Erfahrungen dadurch nur noch bedingt Gültigkeit haben.
Zusätzlich helfen wir unseren Kunden, Anforderungen von den Behörden (EMA/FDA) zu erfüllen, die vorgeben, dass mehr Informationen über den laufenden Produktionsvorgang vorliegen müssen, damit das Produkt zum Markt zugelassen wird.
Dementsprechend findet sonic catch einen exponentiell wachsenden Markt vor. sonic catch wird in 18 Monaten mit ersten Kunden ein marktfähiges Produkt entwickeln, um das riesige Potentential unter anderem in Kooperation mit dem Weltmarktführer zu bedienen.

"TLL The Longevity Labs GmbH"

Karl-Franzens-Universität Graz

Dr. Slaven Stekovic / Dr. Frank Madeo

TLL The Longevity Labs GmbH produziert und vertreibt  das erste Nahrungsergänzungsmittel basierend auf pflanzlichem Spermidin, das  durch die Aktivierung des körpereigenen Zellreinigungsmechanismus einen wissenschaftlich nachweisbaren positiven Beitrag zur Erhöhung der gesunden Lebensspanne leistet. Das Produkt basiert auf der Aktivierung von Autophagie (zelluläres Recycling) – einem körpereigenen Prozess, das in 2016 mit dem Nobel Pries für Medizin ausgezeichnet wurde. Durch eine vereinfachte Aufnahme von pflanzlichem Spermidin und unkomplizierte Integration in den Alltag ohne sonstige Einbußen in der Lebensqualität, wurde das erste Produkt an die Bedürfnisse der modernen Lebensweise angepasst. Das Ziel ist, mithilfe von Natursubstanzen, die eine wissenschaftlich belegbare Erhöhung der gesunden Lebensspanne gewährleisten, die Gesundheit unserer Gesellschaft auch während der Alterung zu ermöglichen.